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Der Mensch – und der Künstler – Jørgen Bech Kraft – ist in
Sønderjylland aufgewachsen, und ist in seinem künstlerischen
Ausdruck unbewusst durch die prachtvolle Marschlandschaft um
Tønder geprägt. Die raue, zeitweise stürmische Natur, und die
andauernd spürbare Nähe des Meers prägt die Menschen und ihren
Ausdruck. Als Autodidakt hat er in den letzten Jahren als
Bildhauer, vorzugsweise mit Speckstein, gearbeitet – ohne, stil-
oder studienmäβig gesehen, ein eigentliches künstlerisches
Zugehörigkeitsverhältnis.
Jedoch zeigt er, als der offene – und suchende – Mensch und
Künstler, der er ist, in seiner Kunst klare Verbindungen zur
ursprünglichen afrikanischen Kunst – wieder zum Leben erweckt –
und wiedererlebt – in vereinfachten Formen.
Seine Skultpuren geben in ihren Formen die tiefsten Gefühle auf
eine direkte Art und Weise wieder, in Ausdruck und Formensprache
nonfigurativ, gefühlsmäβig und expressionistisch. Gerade weil er
die realistische Formensprache nicht sucht, werden die basalen
Kräfte und Stimmungen im Menschen und in der Natur
wiedergegeben.
Kräfte, die einen Kampf und innere Konflikte, aber auch in hohem
Maβe Anmut und Zärtlichkeit in stilisierter Form ausdrücken.
In
der Formensprache ist ab und zu eine Unregelmäβigkeit zu
entdecken, die den offenen grenzüberschreitenden Charakter
ausdrückt, der Kunst und Formen nicht in einen festen Rahmen
zwängt – sondern gerade – sowohl in der Kunst, als auch im
Menschlichen – die Offenheit gegenüber einem Abweichem vom
Üblichen und dem Normalen zeigt und einen Mut, in Ausdruck und
Form anders zu sein, jedoch immer mit dem Respekt eines echten
Künstlers vor der Natur des Materials.
Jens Iversen, Århus |